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Artikel Grenzbank

Bildunterschrift: Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann (vorne links) und Münsters Bürgermeister Joachim Schledt (vorne rechts) weihen die neue Bank auf der Grenze zwischen beiden Kommunen gemeinsam mit den Sponsoren Alexander Schreier, Heiner Kern und Jürgen Kreher (hinten, v.l.) ein und betonen: „Gemeinsam mehr erreichen“.
Foto: GM/Meike Mittmeyer-Riehl

Letztes Jahr Anfang Dezember haben sich viele die „Lebkuchen der Freundschaft“ mit dem Münsterer und dem Eppertshäuser Wappen aus Esspapier schmecken lassen, die die beiden Bürgermeister Joachim Schledt und Carsten Helfmann gemeinsam mit Bäckermeister Jürgen Kreher eigenhändig gebacken hatten, um sie für einen guten Zweck zu verkaufen. Ziel war es, drei neue „Seniorenbänke“ anzuschaffen: Eine auf Münsterer Gemarkung, eine auf Eppertshäuser und eine genau dazwischen. Zugleich sollte mit der Aktion natürlich auch die enge Zusammenarbeit der beiden Kommunen symbolisch betont werden.

„Beim Verkauf kamen 420 Euro zusammen, ich habe dann auf 500 aufgerundet“, blickt Kreher zurück. Seiner Initiative ist es zudem zu verdanken, dass er Alexander Schreier von der Firma Schreier Bau aus Babenhausen und Heiner Kern von Kern Straßen- und Tiefbau aus Dieburg für die Aktion mit ins Boot holen konnte. Sie steuerten jeweils ebenfalls 500 Euro bei, mit denen die drei Bänke angeschafft werden konnten. Eine markiert nun auf dem Weg durch den Rotkäppchenwald am Hegewaldbach die genaue Grenze zwischen Münster und Eppertshausen, die ja sonst völlig unsichtbar ist. Der unscheinbare Grenzstein, der normalerweise durch dichtes Gestrüpp verborgen bleibt, war für diesen Zweck eigens frei gemäht worden.

Höhere Sitzflächen und Rückenlehnen für leichteres Aufstehen

Die Bänke bestehen aus recyceltem Material und haben höhere Sitzflächen und Rückenlehnen, was vor allem für ältere Menschen das Aufstehen erleichtern soll. „Wir haben sogar ein Probesitzen durchgeführt, um die Bänke dann optimal anpassen zu lassen“, berichtet Helfmann. „Mit den drei Bänken setzen wir ein Zeichen für die enge Kooperation und Freundschaft, die unsere Gemeinden verbindet“, so Schledt. Die Bank auf Eppertshäuser Gemarkung wurde ebenfalls bereits aufgestellt, die Münsterer Bank folgt in Kürze.

„Herzlichen Dank an Jürgen Kreher, Heiner Kern und Alexander Schreier für ihre Unterstützung und ihre Spenden, mit denen wir diese schöne Aktion jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss bringen konnten“, betonen die beiden Bürgermeister. Kleine Metallschilder auf den Sitzlehnen weisen auf die Unterstützer hin. Jetzt sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, auf der neuen „Grenzbank“ Platz zu nehmen – natürlich nicht nur Senior*innen.